Panta rhei - bei der Digitalisierung muss die ganze Organisation in Bewegung gesetzt werden

Bei n3w-path widmen wir uns mit einem ganzheitlichen Ansatz dem Aufbau und Umsetzen digitaler Geschäftsfelder und -modelle. Wenn Kunden mit uns die erste Hürde genommen - sprich, wenn eine gemeinsame Arbeitsgrundlage erarbeitet wurde - starten wir den begleitenden Prozess. Die gemeinsame Arbeitsgrundlage kann im Digitalisierungs-Sparring oder in einem Workshop mit uns erarbeitet werden.

 

Neue Technologien und "versteckte Konkurrenz" 

Der erste Prozessschritt in der Begleitung besteht darin,  unseren Kunden neue Technologien und “versteckte Konkurrenten” aufzuzeigen, die sie wahrscheinlich nicht auf dem Radar haben. Das sind immer häufiger Venture-Capital finanzierte Startups, die angetreten sind, um Märkte radikal zu verändern und Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen bedrohen.

 

Cross-Innovation und "make-or/and-buy" Entscheidungen

 Im nächsten Schritt erarbeiten wir gemeinsam, wie sich die aufstrebenden Technologien nutzen lassen, welche neuen Geschäftsfelder sich damit erschließen und wie die “Game-Changer” von einer Bedrohung zu einer Chance werden können. Methodisch ist dieser Schritt an Cross-Innovation angelehnt, einer Methode zur Übertragung von Lösungsansätzen durch Branchenanalogien. Daraus ergeben sich dann eine Vielzahl an Ideen, die konkrete Lösungsansätze zur Erschließung neuer Geschäftsfelder beinhalten. An dieser Stelle muss dann eine “make-or-buy” Entscheidung getroffen werden, oder sich darauf verständigt werden, beides zu machen. “Make” Entscheidungen bedeuten, die Ideen selbst zu inkubieren. An dieser Stelle grüßt das Innovators-Dilemma des Management Guru Clayton Christensen. Er hat hergeleitet, warum sich etablierte Unternehmen schwer mit radikalen und disruptiven Innovationen tun. Deswegen muss aus unserer Sicht die Inkubation der Ideen außerhalb des Kerngeschäfts stattfinden. Als Vehikel eignen sich hier Corporate-Labs, Corporate-Accelerator Programme oder “Accelerator as a Service” Plattformen.

“Buy” Entscheidungen hingegen bedeuten, sich an Firmen zu beteiligen (Corporate-Venture-Capital) oder sie zu akquirieren (M&A). In beiden Bereichen haben wir sowohl Erfahrungswissen, als auch ein solides wissenschaftliches Fundament, da wir mit Venture-Capital finanzierten Startups arbeiten, an dem Thema Corporate-Venture-Capital forschen und auch ein Accelerator-Programm mit aufgebaut und zusätzlich für Corporate Teams geöffnet haben.

 

Synergien nutzen und neue Wege gehen 

Aus unserer Sicht ist es unerlässlich, das gesammelte Know-How durch die Auslagerung der Ideen-Inkubation, zurück ins Mutterunternehmen zu transferieren. Wenn 20 Mitarbeiter z.B. in Berlin, und somit weit weg vom Kerngeschäft des Unternehmens an digitalen Geschäftsmodellen arbeiten, hat das wenig Impact auf den ganzen Konzern. Die Kernbelegschaft muss auch fit für die Digitalisierung gemacht werden und in diese Überlegungen initial miteinbezogen werden. An der Stelle sprechen wir dann mit den HR-Abteilungen und setzen zusammen Formate auf, um das Mindset der Mitarbeiter zu transformieren. Ansatzpunkte, um Mitarbeiter Schritt für Schritt ins digitale Zeitalter mitzunehmen sind z.B. Mitarbeiter in Co-working Spaces zu versenden, sie zu incentivieren an Barcamps teilzunehmen, ihnen Challenges geben, in denen unternehmerisches Handeln erprobt wird und Design-Thinking und Lean-Startup Schulungen anbieten, damit sie den Umgang mit nutzer- und kundenzentrierten Methoden erlernen. Die Diffusion, ob sich das Mindset der Mitarbeiter verändert, ist durchaus messbar und sollte von der HR-Abteilung vorangetrieben werden.

 

Nur wenn die ganze Organisation beim Aufbau von digitalen Geschäftsfeldern in Bewegung gesetzt wird, werden sich Erfolge einstellen. 

 

Verfasst von Thorsten Ramus
(Twitter: @ThorstenRamus)